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Award : News12.08.2016

Michelin: Die Wertschätzung der Frau

Christelle Dehlinger, Operativer Marketing Manager Zweirad von Michelin Deutschland, über die Intention, weibliche Kräfte im Business zu fördern, um der männerdominierten Branche neue Impulse zu verleihen.

Das Interview führten Frauke Tietz und Stephan Maderner.

Was war Ihre Motivation, sich als Förderer des Awards „Bike Woman of the year“ zu engagieren?

Christelle Dehlinger: Seit drei Jahren arbeiten wir schon mit dem Onlineportal Fembike.de zusammen. Der Award „Bike Woman of the year“ hat sofort unsere Begeisterung geweckt. Wir finden es eine tolle Chance, die Wertschätzung von Frauen in einer stark männerdominierten Branche zu stärken, und denken, dass der Award sogar weitere Frauen begeistern kann und somit zum Community-Building beiträgt. Darüber hinaus wissen wir, dass immer mehr Frauen Motorrad fahren. Daher trägt diese Maßnahme zur Erschließung von neuen Marktpotenzialen in dieser Zielgruppe.

Was hat Ihnen an der 2015er-Award-Premiere am meisten gefallen?

Christelle Dehlinger: Am meisten hat uns das schnelle Entstehen der Frauen-Community und deren Begeisterung gefallen. Wir finden, dass die Kampagne mit hoher Emotionalität und auch Professionalität gemacht wurde.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrem Unternehmen allgemein und in Führungspositionen?

Christelle Dehlinger: Bei Michelin Deutschland, Österreich, Schweiz liegt der Frauenanteil insgesamt bei zehn Prozent. Der Frauenanteil im Management beträgt 21 Prozent. In der weltweiten Michelin-Organisation liegt der Frauenanteil bei 16,8 Prozent und im Management bei 24,2 Prozent.

Gibt es spezielle Aktivitäten oder Förderprogramme für weiblichen Nachwuchs auch in Führungspositionen in ihrem Unternehmen? Sehen Sie dafür Bedarf?

Christelle Dehlinger: Michelin unterstützt das Thema über zahlreiche Maßnahmen, beispielsweise im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (Angebote des Familienservice), in der Arbeitsorganisation (unter anderem Themen wie alternierende Telearbeit oder Führen in Teilzeit) bis hin zu gezielten Mentoring-Programmen oder individuellem Coaching.

Gender-Marketing ist in der Zweiradbranche noch nicht wirklich angekommen. Mit dem Award setzen Sie hier ein klares Zeichen in diese Richtung. Inwiefern werden Sie den Award für die eigene Marketing- und Vertriebsstrategie nutzen?

Christelle Dehlinger: Wir möchten den Award als Beispiel unserer Unternehmensstrategie nutzen und signalisieren damit, dass wir das Thema Gender-Marketing auf dem Radarschirm haben. Wir werden es in Zukunft konsequent ausbauen.

Welche Tipps geben Sie den Kandidatinnen mit auf den Weg, die dieses Jahr den Award gewinnen wollen?

Christelle Dehlinger: Wir möchten einfach jede Frau, die in der Motorradbranche aktiv ist, dazu ermuntern, sich zu bewerben und sich dabei ganz einfach vorzustellen, wie sie ist. Wir wünschen allen Kandidatinnen viel Erfolg.