Florida – auf einer Harley noch einmal so schön
Ärgerlich ist es schon, nach einem traumhaften neuntägigen Harley-Trip durch Florida wieder zu hause anzukommen und festzustellen, dass der Fotoapparat weg ist. Jetzt helfen auch heulen und sich ärgern nicht. Was bleibt sind schöne Erinnerungen an Buchten in denen Boote in der untergehenden Sonne ankern, feine Sandstrände, Palmen überall und das Blubbern der Harleys.
Als wir am Airport in Miami ankommen, müssen wir zunächst durch die Passkontrolle. Hier benötigt der Reisende viel Geduld, denn allen einreisenden Passagieren werden Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Vor dem Flughafen erwartet uns ein Transferbus zum Hotel. Am nächsten Tag nehmen wir die Harleys in Empfang. Die Tour führt uns von Miami über unzählige Brücken vorbei an ebenso unzähligen Pelikanen nach Key West.
Über den Tamiami-Trail fahren wir schnurgerade durch die Everglades mit dem Ziel Naples. Wilde Krokodile, Kormorane, Greifvögel und Schildkröten konnten wir unterwegs beobachten. Vom beschaulichen Naples ging es weiter in das mondäne St. Petersburgh. Die Strecke am Golf von Mexiko war wunderschön. Mit dem Blick auf breite Strände gesäumt von luxoriösen Villen und Hotels fahren wir im T-Shirt bei 28 Grad Celsius in den Sonnenuntergang.
Am nächsten Tag wollen wir früh los. Wir hatten uns vorgenommen ganz romantisch am Strand zu frühstücken. So saßen wir schon um 08:45 Uhr auf den Harleys - doch die eine streikte. Nach einer Stunde Wartezeit kam der amerikanische Motorrad-ADAC mit einem Abschleppfahrzeug. Zum Glück kam es nicht zum Einsatz, denn das Problem konnte schnell behoben werden - ein Kontakt an der Batterie hatte sich gelöst. Das Frühstück war dann nicht mehr ganz so romantisch dafür aßen wir erleichtert, dass es kein großer Schaden war.
Weiter ging es nach Orlando. Die Strecke fuhren wir über die Autobahn, ein sogenannter Tollway. Hier ist es wichtig zu wissen, dass es dort keine Tankstellen gibt - im Gegensatz zu allen anderen Strecken. Also unbedingt vorher nach dem Benzin schauen. Die Zeit in Orlando haben wir ausgiebig zum Shoppen genutzt.
Von Orlando ging es nach Stuart, entlang an der raueren Atlantikküste und zurück nach Miami, wo wir den letzten Abend unseres traumhaften Urlaubs in South Beach verbrachten.
Tipps:
- Bei Touren, die ohne Tourguide angeboten werden, ist ein Navigationsgerät hilfreich. Dies gilt vor allem in Städten wie Miami und Orlando.
- Da die Satteltaschen der Harleys nicht abnehmbar sind, ist es sinnvoll eine Gepäckrolle und Spanngurte mitzubringen.
- In Florida gibt es keine Helmpflicht. Dennoch ist es ohne Zweifel sicherer sich seinen Helm mitzunehmen. Er geht ins Handgepäck.
- Wer im T-Shirt fährt darf den Sonnenschutz nicht vergessen. Auch auf den Handrücken eincremen.
- Die Parkplätze an den Hotels sind teilweise kostenpflichtig.
- Selbst in den besseren Hotels sind verstaubte und verschwitze Harley-Fahrer willkommen. Beim Ankunftsbier an der Bar kommt man sofort ins Gespräch.
- In vielen Hotels ist es üblich, das Frühstück mit Tellern, Besteck und Bechern aus Kunststoff zu servieren, was für uns umweltbewußte Europäer sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Veranstalter:
Es gibt zahlreiche Reiseveranstalter, die geführte und/oder "selfride" Touren anbieten. Unser Tipp sind:
- www.eagleadventuretours.de (individuell und geführt)
Text und Bilder: Frauke Tietz
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