
fembike-Leserin berichtet: Mission Ladakh, Teil 1
Auf dem Weg zur höchsten befahrbaren Straße der Welt
Martin schickt mir via Facebook ein Foto. Die Bildunterschrift titelt „Der Rohtang-Pass verbindet das nordwestindische Punjab mit den Berg- und Grenzregionen von Ladakh. Der Pass ist nur
für wenige Monate im Sommer befahrbar. Bis zur Öffnung im Juni vergehen meist 4-6 Wochen, in denen die im Sommer als Straßenbautrupps eingesetzten Arbeiter den Pass von Schneemassen befreien". Martins Kommentar: Lust auf eine Tour zu den höchsten Pässen der Welt?
Wenige Wochen später sitzen wir im Flieger nach Delhi. Es ist meine zweite Indienreise. Die erste führte uns auf Enfields nach Rajasthan und Goa, den chaotischen indischen Verkehr sind wir also bereits gewöhnt.
Ankunft in Delhi
Wow! Was haben die denn mit dem Flughafen gemacht? Alles neu, alles chic, alles sauber. Geordnete Abläufe! Sind wir hier wirklich in Indien? Ja, wir sind in Indien: Kaum da, werden unsere Pläne von der Realität umgekrempelt. Wir verlieren einen ganzen Tag mit Warten auf den Bus, wenn wir uns keine Alternative überlegen. Daher buchen wir einen Fahrer nach Manali, zum Ausgangspunkt unserer Himalaya-Tour. Wir erkundigen uns im Flughafen nach einem Fahrer mit Auto, macht 200 Euro für die Strecke. Zu teuer. Außerhalb des Flughafengebäudes finden wir einen Anbieter für 150 Euro… okay, doch lieber 160 Euro, überlegt sich der Fahrer nochmals.
Er fährt „wie die Sau", aber gut. Ich lese unterwegs nochmals die Informationen zur Höhenkrankheit. Das Thema ist mir ein wenig unheimlich. Nach 10 Stunden sind wir in Manali. Das Städtchen liegt knapp 2000 Meter über dem Meeresspiegel.
Dort werden wir von Viki in Empfang genommen, stolzer Friseursalon-Besitzer und ein Freund unserer indischen Clique in Mumbai. Er sollte sich um Hotel und Bikes für uns kümmern. Via Facebook standen wir bereits vorab mit ihm in Kontakt und er begrüßt uns, als ob wir uns schon lange kennen. Ziemlich stolz meinte er, er hätte „one brandnew bike" und „one almost new bike" für uns aufgetrieben. Die Formulierung „almost new bike" macht uns spontan etwas Sorgen, wir sind schließlich nicht das erste Mal in Indien. Wir verschieben die Besichtigung auf den nächsten Tag, weil wir wirklich platt sind. Da wir wie immer Lowbudget unterwegs sind, fällt das Zimmer entsprechend aus. Martin checkt das Bett auf Wanzen und anderes Getier, es scheint aber soweit sauber zu sein.
Unterwegs Aktuell
- 1 von 3
- ››











