
Vom Hobby zum Beruf – Motorradfahren ist mein Leben
Es ist der Traum vieler Menschen: Sich mit dem, was in der Freizeit viel Spaß bereitet, auch beruflich zu beschäftigen. In der Motorradbranche bieten sich dafür vielfältige Möglichkeiten. Fembike gibt einen Überblick.
Technische Berufe: Mechanikerin, Mechatronikerin, Ingenieurin
So gut wie jede Frau, die ein Motorrad besitzt, hat sich irgendwann mit der Technik ihres geliebten Stück befasst. Sie hat einen Technikkurs absolviert, sich ein Schrauberinnen-Handbuch zugelegt und Kettespannen geübt. Eine ganz kleine Anzahl der Bikerinnen findet einen ganz neuen Zugang zu ihrem Hobby, wünscht sich mehr Wissen über die Funktionsweise der Technik, die den Motor zum Leben erweckt und das Zweirad aufrecht auf der Straße hält.
Um einen motorradtechnischen Beruf zu erlernen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Drei stellen wir hier vor: Frau kann Zweiradmechanikerin werden, sie kann sich als KFZ-Mechatronikerin mit Schwerpunkt Motorradtechnik ausbilden lassen oder Fahrzeugtechnik beziehungsweise Maschinenbau studieren und sich Motorradtechnik als Vertiefungsfach aussuchen. Voraussetzung, um einen Ausbildungsplatz als Zweiradmechanikerin und Mechatronikerin finden, sind Hauptschulabschluss, mittlere Reife oder Abitur. Beide Ausbildungen sind dual angelegt, das heißt die Azubinen stehen in einer Lehrwerkstatt und drücken die Schulbank. In der Regel dauern beide Lehren 3,5 Jahre und enden mit einem Gesellenbrief. Zweiradmechanikerinnen lernen die ersten 24 Monate gemeinsam mit den Fahrradmechanikerinnen, danach spezialisieren sie sich auf die Motorräder.
Die Mechatronikerin
Der Beruf der Mechatronikerin entstand erst 2003, da bei modernen Fahrzeugen immer mehr Funktionen elektronisch kontrolliert werden. Er kombiniert Mechanik und Elektrik zu einem neuen Berufsbild, in dessen Zentrum Diagnose-, Instandhaltungs-, Aus-, Um- und Nachrüstarbeiten an Kraftfahrzeugen – insbesondere der neuen Generation – stehen.
Dazu kommen Aufgaben wie Codieren von Steuergeräten, Anpassung an verknüpfte Fahrzeugsysteme, Kommunikation mit Kunden sowie der Umgang mit dem Internet zur Reparatur-Informationsrecherche.
Wollen sich Motorradmechanikerin und Mechatronikerin selbständig machen, brauchen sie einen Meisterbrief oder müssen sechs Jahre durchgehend als Gesellin gearbeitet haben, von denen sie vier Jahre eine leitende Funktion innegehabt haben müssen.
Die Ingenieurin
Auch ein Ingenieur-Studium, das sich ausschließlich mit Motorradtechnik existiert nicht. An vielen Unis oder Fachhochschulen, die Maschinenbau-Masterprogramme oder Fahrzeugtechnik anbieten, ist das Motorrad als Thema integriert. Grund Nummer Eins: Es gibt wenig Jobs für Motorradingenieurinnen. Nur BMW baut Bikes in Deutschland und dort ist ungefähr die Hälfte aller Motorradentwickler beschäftigt. Grund Nummer Zwei: Die wichtigsten Punkte wie Simulationen in Forschung und Entwicklung, Produktionstechnologien, Projektmanagement unterscheiden sich wenig. Nur bei der Fahrdynamik und Kinematik stellt sich die Entwicklung andere Anforderungen an die Ingenieure. Nach abgeschlossenem Bologna-Umbau der Studiengänge weg vom Diplom-Abschluss heißen heute die Titel Bachelor oder Master of Science beziehungsweise Bachelor oder Master of Engineering.
weitere Infos:
de.wikipedia.org/Zweiradmechaniker
de.wikipedia.org/Mechatroniker
www.vdi-nachrichten.com
INHALT DES BEITRAGS
- Technische Berufe: Mechanikerin, Mechatronikerin, Ingenieurin
- Hauptberufliche Tätigkeiten rund um das Motorrad: Fahrlehrerin, Redakteurin bzw. Testerin, professionelle Rennfahrerin, Stuntfrau
- Nebenberufliche Tätigkeiten auf dem Motorrad: Tourguide, Instruktorin, Stauberaterin
- Jobs für Quereinsteigerinnen: Motorradpolizistin, Konfektionärin, PR und Marketing, Kauffrau und vieles mehr











Der Himmel über Mecklenburg-Vorpommern war bedeckt und trüb, als die 15 „Rocker-Ladies“ bei der Harley Davidson-Academy of Motorcycling ankamen. Ausgelassen und fröhlich dagegen war die Stimmung beim ersten Kennenlernen.
