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Award : News13.08.2016

Stadler Motorradbekleidung: „Eigentlich bräuchten wir eine Männerquote“

Stadler Motorradbekleidung wird in der Motorradszene überdurchschnittlich oft von Frauen gekauft und getragen. Über die Intentionen des Unternehmens, bei der Suche nach der „Bike Woman of the year“ mitzuhelfen, haben wir das Inhaberehepaar Hans-Jürgen und Petra Stadler befragt.

Das Interview führten Frauke Tietz und Stephan Maderner

Was war Ihre Motivation, sich als Förderer des Awards Bike Woman of the year zu engagieren?

Petra und Hans-Jürgen Stadler: Da Stadler in der Branche einen überdurchschnittlichen Frauenanteil hat, liegt es nahe, die Leistungen der Frauen auf diesem Wege zu würdigen. Außerdem möchten wir Frauen und Mädchen in der – noch – Männerdomäne Motorrad eine Möglichkeit geben, zu zeigen, was sie können – und beweisen, dass davon auch beide Seiten profitieren.

Was hat Ihnen an der 2015er-Premiere des Awards am meisten gefallen?

Zum einen die einfallsreichen Videos und Präsentationen der Teilnehmerinnen und zum anderen, dass alle Bewerberinnen aus unterschiedlichen Bereichen in der Branche kamen.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrem Unternehmen allgemein und in Führungspositionen?

Unser Frauenanteil liegt bei rund 90 Prozent und daraus resultierend liegt der Anteil in Führungspositionen bei knapp 70 Prozent.

Gibt es spezielle Aktivitäten/Förderprogramme für weiblichen Nachwuchs auch in Führungspositionen in ihrem Unternehmen? Sehen Sie dafür Bedarf? 

Bei dem hohen Frauenanteil in unserem Unternehmen müssten wir eher über Förderprogramme für männlichen Nachwuchs nachdenken oder eine Männerquote einführen.

Gender-Marketing ist in der Zweiradbranche noch nicht wirklich angekommen. Mit dem Award setzen Sie hier ein klares Zeichen in diese Richtung. Inwiefern werden Sie den Award für die eigene Marketing- und Vertriebsstrategie nutzen?

Leider wissen noch immer zu wenig Frauen, dass es durchaus adäquate Produkte für ihre Bedürfnisse gibt. Bei Stadler werden schon immer alle Motorrad-Kombis speziell in Damenausführungen gefertigt. Dabei handelt es sich nicht um leicht modifizierte Herren-Modelle, sondern zu 100 Prozent auf die Anatomie der Frauen abgestimmte Passformen.

Wir hoffen, durch den Award „Bike Woman of the year“ mehr motorradfahrende Frauen darauf aufmerksam zu machen, dass es für ihre Ansprüche auch passende Produkte gibt. Ebenfalls sehen wir durch den Bekanntheitsgrad des Awards gute Chancen, das Interesse für den Ausbildungsberuf Textil- und Modenäherin wieder zu steigern.

Welche Tipps geben Sie den Kandidatinnen mit auf den Weg, die dieses Jahr den Award gewinnen wollen?

Die Kandidatinnen sollen möglichst authentisch sein und sich selber treu bleiben. Vor allem sollten sie aber auch selbstbewusst und voller Stolz zeigen, was sie können und für die Motorradbranche leisten.